Starke Schule Baselland

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News

  • Samstag, Dezember 03, 2016

    Initiative zustande gekommen

    Die Landeskanzlei gab soeben bekannt, dass die formulierte Gesetzesinitiative "JA zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen" mit 2'413 gültigen Unterschriften definitiv zustande gekommen ist.

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  • Dienstag, November 29, 2016

    Solche Lehrer braucht das Land

    In ihrem Gastbeitrag schreiben Daniel Goepfert und André Vanoncini über die Zukunft der pädagogischen Ausbildung und die immer schneller drehende Reform-Maschine.

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  • Donnerstag, Oktober 27, 2016

    2602 Unterschriften

    Die Initiative "Ja zur Lehrplänen mit klar definierten Lehrplänen und Themen" wurde heute in Liestal eingereicht. Die Unterschriftensammlung ist damit abgeschlossen.

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  • Sonntag, Oktober 23, 2016

    Unterschriften jetzt zurücksenden

    Wir reichen die Initiative "JA zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen" in Kürze ein. Bitte senden Sie uns alle vorhandenen Unterschriften spätestens übermorgen Dienstag per A-Post zurück.

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  • Dienstag, September 13, 2016

    Verlosung: Eintrittskarte für zwei Personen an die Art International Zurich

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  • Mittwoch, Juli 27, 2016

    Vernehmlassungsantwort zu zwei Wochen Weihnachtsferien

    Die Starke Schule Baselland schreibt in ihrer Vernehmlassungsantwort betreffend der Einführung von zwei Wochen Weihnachtsferien, warum sie dafür ist.

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  • Montag, Juli 25, 2016

    Lehrplan-Initiative in Bern

    Die Berner Initiative gegen den Lehrplan hat mehr als 15'000 Unterschriften.

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Der Bildungsrat als Expertengremium?

Leserbrief von Felix Schmutz, erschienen 25.11.2016 in der Basler Zeitung

Zweifel sind angesagt, wenn der Bildungsrat Basel-Land als Experten­gremium bezeichnet wird. Von 14 Mitgliedern vertreten neun die Interessen von Verbänden und politischen Parteien. Nur eine Minderheit von vier Lehrpersonen vertritt direkt die Bedürfnisse der schulischen Bildung. Die Mehrheit der Mitglieder wird deshalb einerseits ihre Spezialinteressen einbringen und andererseits den Vorgaben der Behörden widerstandslos folgen, wenn ihre Interessen nicht tangiert sind. Nur der Mangel an Sachverstand kann denn auch erklären, warum in den letzten Jahren so manches beschlossen wurde, was später korrigiert werden musste oder hoffentlich noch korrigiert werden wird: Sammelfächer, Aufhebung der kaufmännischen Vorbereitungsklasse, ungeeignete Fremdsprachenlehrmittel, ein unausgegorener Lehrplan 21, eine fragwürdige Stundentafel. Gegen ein beratendes Gremium mit Vorschlagsrecht wäre nichts einzuwenden, hingegen die Entscheidungsgewalt über Lehrpläne, Stundentafeln und Lehrmittel sollte nicht mehrheitlich bei ausser­schulischen Interessenvertretern liegen.
 

Einsparungen beim Zoo sind verkraftbar

Gastkommentar von Saskia Olsson, erschienen in der Basellandschaftlichen Zeitung am 26.11.2016

Der Zoo Basel hat sich in vielerlei Hinsicht verändert. Während man noch bis ins Jahr 1935 Völkerschauen durchführte, bei denen ganze Dörfer errichtet wurden und Nubier, Marokkaner oder Singhalesen dort mehrere Wochen wohnten und ihre Kriegs- und Maskentänze vorführten, kamen später immer öfter exotische Tiere hinzu. Die bis dahin mehrheitlich heimischen Tiere, wie Raubvögel, Wölfe, Luchse oder Steinböcke reichten den Besuchern wohl nicht mehr. Im Laufe der Jahrzehnte wurden neue Anlagen gebaut und andere vergrössert oder modernisiert. Auch aktuelle Projekte, wie die Elefantenanlage Tembea, die im März 2017 eröffnet werden soll, zeigen auf, wie sich der Lebensraum der nicht heimischen Tiere verändert und verbessert. Weitere wichtige Aufgaben des Basler Zoos sind die Unterstützung von Naturschutzprojekten, etwa für den Schutz der Löwen in Kenia.

Verständlicherweise ist der Aufschrei in der Basler und Baselbieter Bevölkerung gross, weil im Rahmen der Sparpakete im Kanton Baselland die bis anhin an den Zoo bezahlten 85 000 Franken eingespart und die Subvention aus Basel-Stadt vermutlich von vormals 1 45 Millionen auf 1 Million zurückgeschraubt werden sollen. Zahlen dafür müssen die Jüngsten unter uns. Wegen der Einsparungen können Schulkinder im Rahmen des Unterrichts künftig wohl nicht mehr umsonst in den Zolli. Gerade im Hinblick auf den Zoo als Bildungszentrum mag dies zunächst als Abbau im Bildungssystem gelten. Doch ist dem wirklich so? Zoologische Gärten und Aquarien sind Orte des Naturschutzes, der Bildung und der Forschung, sind aber auch Besucherattraktion und Geldmaschine. Es ist eine Gratwanderung.

Selbst die vom Welt-Zoo-Verband festgelegten Grundsätze beschreiben, dass Zoos und Aquarien Besucherattraktionen sind, die ihren Gästen Fragen des internationalen Naturschutzes bewusst machen. Dass sich bereits Kinder mit solchen Themen auseinandersetzen, ist allerdings fraglich. Bei einem Zollibesuch in der Grundschule geht es meist viel mehr darum, sich Tierarten in natura anzuschauen – wobei die Natur ja nur imitiert wird. Dass dabei ein falsches Bild projiziert wird, nämlich, dass es «normal» ist, einen Elefanten oder einen Leoparden in Gebieten zu sehen, die völlig untypisch für deren Lebensweise sind, wird meist ausgeblendet. Im Hinblick auf Bildung und Pädagogik stehen neue Dokumentarfilme, welche die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum mit ihrem normalen Verhalten zeigen, dem Zoo in nichts nach. Das Argument, dass die Kinder im Zoo die Tiere in echt sehen, unterstreicht den Zoo als Besucherattraktion, der die Befriedigung des Menschen, wilde Tiere zu sehen, zu erfüllen versucht.

Dass durch die Einsparung der 85 000 Franken Baselbieter Schulkinder im Rahmen des Schulunterrichts nicht mehr umsonst in den Basler Zoo können, ist zwar bedauerlich, führt aber nicht wirklich zu einem Bildungsabbau. Da die Regierung überall Einsparungen treffen muss, ist der Entschluss, im Bereich Bildung die Zoo- Subventionen zu streichen, vertretbar. Lehrpersonen, die den Zoo als Bildungszentrum ansehen, werden auch künftig eine Exkursion dorthin durchführen können. Vielleicht wird durch diese Sparmassnahme auch der Weg für alternative Formen der Beobachtung von heimischen Tieren geebnet.
 

Späterer Schulbeginn und Mittagstisch fallen durch

Seit dem Schuljahr 2016/17 haben zahlreiche Klassen an der Sekundarschule Aesch am Morgen jeweils eine Stunde später Schule, dafür jedoch an keinem der fünf Nachmittage frei. Dies führte bei Schüler/-innen und Eltern zu grosser Verärgerung, zumal die Schulleitung diese Stundenplanänderungen ohne Einbezug der Eltern umsetzte, so wie dies notwendig gewesen wäre. Der öffentliche Druck auf die Schulleitung und die Schulbehörden wuchs derart, dass diese handeln mussten.

Die Schulleitung führte bei den Schüler/-innen, Eltern und den Lehrpersonen eine umfassende Umfrage durch. Mehr als 300 Schüler/-innen nahmen teil. Die Umfrage darf auf Grund des hohen Rücklaufs als aussagekräftig bezeichnet werden. Die Ergebnisse könnten nicht deutlicher sein.

Schüler/-innen lehnen einen späteren Schulbeginn deutlich ab

Eine der Fragen lautete: Was ziehst du vor? Einen freien Nachmittag mit der Konsequenz, dass die Schultage länger werden und am Morgen 5 Lektionen stattfinden? Oder ein späterer Schulbeginn mit nur noch 4 Lektionen am Morgen und der Konsequenz, dass es möglicherweise keinen freien Nachmittag mehr gibt?

229 (= 72%) der Schüler/-innen lehnen den späteren Schulbeginn mit nur noch vier Morgenlektionen ab und wünschen sich stattdessen mindestens einen freien Nachmittag. Für den späteren Schulbeginn votierten lediglich 89 Schüler/-innen (= 28%).

Die Schüler/-innen bevorzugen mit deutlicher Mehrheit einen freien Nachmittag. Dieser garantiert ihnen Freiraum für ihre Hobbies sowie ihre sportlichen oder musikalischen Betätigungen. Optimal gelegen wäre der freie Nachmittag am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag. Dadurch wird der monotone Tagesablauf von fünf vollen Tagen innerhalb der Woche unterbrochen. Die eingesparte Morgenlektion um 7.30 Uhr bringt nichts – die Schüler/-innen stehen kaum früher auf, sondern schlafen eine Stunde länger, gehen dafür am Vorabend eine Stunde später ins Bett. Erst ein freier Nachmittag ermöglicht hingegen ein echtes alternatives Programm zur Schule.

Mittagstisch ist uncool

Interessant war auch die Frage bezüglich der Länge der Mittagspause. Soll die Mittagspause auf eine Stunde reduziert werden, mit der Möglichkeit einen Mittagstisch zu benutzen, oder soll die Mittagspause 1.5 bis 2 Stunden lang sein, so dass die Schüler/-innen in der Regel über Mittag nach Hause können?

Lediglich 56 Schüler/-innen (17%) stimmten für eine kurze Mittagspause von nur einer Stunde, 261 Schüler/-innen (81%) wünschen sich eine lange Mittagspause zwischen 1.5 und 2 Stunden, so wie dies heute der Fall ist.

Interessant ist auch die Frage, ob die Schüler/-innen den Mittagstisch benutzen würden, wenn die Mittagspause verkürzt wird und sie über Mittag gegebenenfalls nicht mehr nach Hause können. Lediglich 9% der Schüler/-innen würden den Mittagstisch benutzen. 91% würden sich offensichtlich eine andere Lösung suchen: Ein wuchtiges und vernichtendes Urteil für den Mittagstisch.

Sekundarschüler/-innen wollen offensichtlich entweder zuhause essen oder selbständig ihr Mittagessen auswärts organisieren und in ihrer Peer-Group einnehmen. Sie wollen selbst verantwortlich sein und nicht auch noch am Mittag unter der Aufsicht von betreuenden Erwachsenen stehen, wie dies bei einem Mittagstisch der Fall wäre. Dieses deutliche Abstimmungsergebnis ist nachvollziehbar und gehört zum Entwicklungsstand von Schüler/-innen der Sekundarstufe 1. Sie brauchen ihre Freiräume, ihre Selbständigkeit und auch Distanz von der Schule. Ein Mittagstisch mag aus ihrer Sicht vielleicht für die Primarstufe passen – auf der Sekundarstufe 1 ist es nur noch uncool.

Die Starke Schule Baselland fordert die Schulleitung und die Schulbehörde aufgrund des klaren Abstimmungsergebnisses der Direktbetroffenen auf, diesen Schulversuch auf Ende dieses Semesters zu beenden und allen Schüler/-innen mindestens einen freien Nachmittag zu ermöglichen.  

Die vollständige Umfrage der Sekundarschule Aesch können Sie hier einsehen.
 

Für Stoffpläne statt Kompetenzen

Interview mit Jürg Wiedemann, erschienen in der BaZ vom18.11.2016

BaZ: Die letzten Wahlen haben die Prioritäten der Baselbieter Bildungspolitik völlig verändert. Sie haben damals die Wahl der heutigen Bildungsdirektorin Monica Gschwind unterstützt. Sind die von ihr angestrebten Ziele der Bildungspolitik auch Ihre?
Jürg Wiedemann:
Die Bildungsziele, welche Monica Gschwind anstrebt, entsprechen weitgehend meinen. Durch ihre strategisch gute Arbeit hat sie mitgeholfen, die Sammelfächer zu verhindern. Jetzt möchte sie die Einführung des neuen Lehrplans Volksschule Baselland um zwei Jahre auf 2020/2021 verschieben. Damit kann dieser mit Stoffinhalten ergänzt werden. Die Entwicklung von Stoffverteilungsplänen, wie sie Monica Gschwind nennt, ist eine aufwendige Arbeit – da müssen wir uns nichts vormachen. Das braucht genügend Zeit, insbesondere auch, um den neuen Lehrplan in die Vernehmlassung zu schicken und die Akzeptanz bei den Lehrpersonen zu prüfen. Dieses Vorgehen befürworte ich.

Die vielen Reformen im Baselbiet wurden mit dem sogenannten Marschhalt gebremst. Bildungsdirektorin Gschwind sagt, jetzt sei in den Schulen wieder mehr Ruhe eingekehrt. Glauben auch Sie das?
Am unruhigsten war es im letzten Amtsjahr von Gschwinds Vorgänger Urs Wüthrich. Die Wahl von Monica Gschwind hat wesentlich zur Beruhigung beigetragen, ebenso die Einsetzung der Arbeitsgruppe Marschhalt. Auch die durchgeführte Umfrage bei den Lehrpersonen zu den Bildungs­reformen und die Absicht der Bildungsdirektorin, die anstehenden kantonalen Volksinitiativen der Starken Schule Baselland schnell zur Abstimmung zu bringen und die Ergebnisse in den neuen Lehrplan einfliessen zu lassen, erhöhten das Vertrauen. Leider versucht die SP, eine Unruhe zu konstruieren, die es so nicht gibt, auch wenn die Sparmassnahmen in der Bildung da und dort klar zu weit gehen.

Eines hat sich trotz dem Wechsel an der Spitze der Bildungsdirektion nicht verändert: Es werden laufend neue Volks­initiativen gestartet. Braucht es diese Opposition von der Strasse überhaupt noch?
Keine der Initiativen ist aufgrund der Politik von Monica Gschwind lanciert worden. Das gilt sowohl für die beiden Fremdsprachen-Initiativen als auch für die Lehrplan-Initiative. Alle drei streben Korrekturen von Reformen an, die noch von alt Regierungsrat Urs Wüthrich eingeleitet wurden.

Das mag für die Initiativen des Komitees Starke Schule Baselland zutreffen. Es wurden aber auch zwei Initiativen gegen die Sparpläne der neuen Regierung lanciert. Auch bei diesen Initiativen sind Sie Mitglied des Initiativkomitees.
Sie sprechen die beiden Volksinitiativen des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland (LVB) an. Die Lancierung muss der LVB begründen. Die Stossrichtung halte ich aber für richtig. Deshalb unterstütze ich beide Anliegen, die das direkte Arbeitsumfeld in den Schulen und damit gewerkschaftliche Themen betreffen – im Unterschied zur Starken Schule, die sich vorwiegend mit dem Bildungssystem befasst.

Weshalb tanzen Sie auf mehreren Hochzeiten? Sie sind Mitglied des Landrats, aber dennoch bei allen Volksinitiativen mit dabei. Jetzt könnte es sich doch lohnen, die Anliegen in der neuen Zusammensetzung im Landrat durchzusetzen?
Im Landrat gibt es nur eine Mehrheit für die Anliegen der Starken Schule, welche die unsäglichen Bildungs­reformen stoppen. Für gewerkschaft­liche Anliegen und wenn es um das Verhindern von Sparmassnahmen geht, finde ich keine Mehrheit.

Wollen Sie in diesem Bereich mit dem nötigen Druck aus dem Volk den Geldhahn wieder öffnen?
Ja, deshalb braucht es einen Volksentscheid. Eine gute Bildung ist der Schlüssel für den Erfolg und den Wohlstand unserer Gesellschaft.

Sprechen wir noch über die Lehrpläne für die Primar- und Sekundarschule. Angekündigt sind Stoffverteilungspläne in Ergänzung zu den Kompetenzen des Lehrplans 21. Weshalb halten Sie und die Starke Schule dennoch an einer Volksinitiative fest, die Stufenlehrpläne fordert. Genügen Ihnen die Ankündigungen von Frau Gschwind nicht?
Zwischen der Variante, wie sie Frau Gschwind möchte und wie sie die Starke Schule vorzieht, gibt es eine wesentliche Differenz. Der kompetenzlastige Lehrplan 21 propagiert das selbst organisierte Lernen in Grossraumschulzimmern, die be­schönigend als Lernlandschaften bezeichnet werden. Die Lehrpersonen werden zu Lerncoaches degradiert und erteilen kaum mehr einen fundierten Unterricht. Das wollen wir nicht. Deshalb möchten wir, dass der neue Lehrplan Stoffinhalte und Themen enthält und die abstrakten Kompetenzbeschreibungen in einem un­verbindlichen Anhang formuliert werden. Dadurch können wir die vom Lehrplan 21 propagierte Unterrichts­ideologie, die alle über einen Kamm schert, verhindern.

Wie wollen Sie solche Nuancen der Bevölkerung vor einer Volksabstimmung erklären? Ist es nicht eher Ihr Ziel, den Lehrplan 21 mitsamt seinen Tests und Schulabschlüssen zu eliminieren?
Die Volksinitiative hat zwei einfach formulierte Paragrafen, die für alle verständlich sind. Und, ja, die neu konzipierten Checks sind in der Tat suboptimal. Die Vorbereitung darauf braucht viel Zeit, die dann im Unterricht fehlt. Sie erzeugen einen unnötigen Druck auf die Lernenden.

Wenn Sie mit der Volksinitiative den auf Kompetenzen basierenden Lehrplan 21 aushebeln, verhindern Sie die Vergleichbarkeit der Leistungen zwischen den Kantonen. Mit Absicht?
Der Lehrplan 21 ist mit seinen 3500 kaum umsetzbaren Kompetenzbeschreibungen, die jede Lehrperson anders interpretieren kann, derart umfangreich, dass die Vergleichbarkeit ohnehin unmöglich ist. Um eine echte Harmonisierung und damit eine Vergleichbarkeit der Leistungen zu erzielen, braucht es für jedes Schuljahr klar definierte Stoffinhalte.

Sie fokussieren auf die Sekundarschule?
Auf der Sekundarstufe richtet der Lehrplan 21 das grössere Unheil an als auf der Primarstufe.

Künftig will die Bildungsdirektion die einzelnen Stufen weniger ins Zentrum rücken. Unterstützen Sie es, dass stärker als bisher die Laufbahnorientierung im Vordergrund steht?
Die Laufbahnorientierung ist wichtig. Es darf nicht das Ziel sein, möglichst viele ins Gymnasium zu bringen. Der duale Bildungsweg mit der Berufsmatur muss gestärkt werden. Ich lehne es im Gegensatz zu einigen bürgerlichen Bildungspolitikern je­­doch ab, dass die Leistungshürden für den Gymnasiumseintritt erhöht werden. Wichtiger fände ich, den dualen Weg attraktiver zu gestalten.

Unter Druck stehen die Brückenangebote, für die Sie sich schon früher engagiert haben. Heute verfolgt Baselland das Ziel, dass die Ausbildung schon in der Sekundarschule zielgerichteter erfolgt, sodass es weniger Zusatzschlaufen braucht.
Brückenangebote bauen Brücken zwischen der obligatorischen Schule und der beruflichen Arbeitstätigkeit. Einige Schülerinnen und Schüler machen erst spät den Knopf auf und erreichen die Lernziele in der Volksschule nicht. Für sie sind diese Brückenangebote sinnvoll. Die Jugend­lichen erhalten Zeit, sich zu festigen. Das heutige Angebot sollten wir deshalb nicht einschränken.

Bildungsdirektorin Gschwind nimmt auch Einfluss auf die Lehrerausbildung der vier Nordwestschweizer Kantone und hat auch dazu beigetragen, dass Verbesserungen möglich wurden. Weshalb kämpfen Sie dennoch mit einer Volksinitiative gegen die Anstellung von Seklehrern, die von der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz, der PH, ausgebildet werden?
Die Sekundarschulen benötigen für die drei Leistungsprofile Lehrpersonen mit unterschiedlichen Stärken. Für Lehrpersonen, die an den Sekundarschulen das allgemeine Leistungsniveau A unterrichten möchten, ist die integrative Ausbildung an der PH gut. Für Lehrpersonen, welche jedoch die beiden anspruchsvolleren Leistungsniveaus E und P unterrichten wollen, ist die Fachausbildung an der PH quantitativ und qualitativ ungenügend.

Die Initiative verlangt aber nur ein Anstellungsverbot für PH-Abgänger? Es gäbe dann Lehrer, die im Baselbiet angestellt werden könnten, und solche, die nur noch in allen anderen Kantonen angestellt werden könnten.
Nein, das stimmt nicht. Weiterhin könnten alle im Baselbiet unterrichten. Diejenigen mit integrativem Ausbildungsweg an der PH erhielten jedoch nur befristete Arbeitsverträge. Das Ziel dieser Lenkungs-Initiative ist es, dass mehr Studierende die schwierigere Fachausbildung an der Universität absolvieren. Davon würden die Schulen profitieren. Dieser Ausbildungsweg dauert heute aber ein Jahr länger und führt erst noch zu einer schlechteren Entlöhnung, obwohl die Ausbildung fundierter ist als an der PH. Monica Gschwind beabsichtigt, diese Ungleichbehandlung auszumerzen und die tieferen Löhne nach der universitären Ausbildung anzuheben. Ich bin unsicher, ob diese Massnahme genügt. Falls ja, dann könnte die Initiative zurückgezogen werden.

Wann wollen Sie sie zurückziehen? Sie ist bereits abstimmungsreif.
Im Februar wird noch nicht darüber abgestimmt. Es bleibt also noch etwas Zeit. Dieses Thema werden wir sicher mit Monica Gschwind besprechen, auch einen allfälligen Rückzug.

Zum Schluss noch eine Frage zu den Fremdsprachen. Wie stehen Sie zu den Absichten des Bundes, den Kantonen dreinzureden?
Die Kantone sind zerstritten, sie können sich nicht einigen. Deshalb verstehe ich, dass der Bund Leitlinien erstellen will. Mit der Variante, in der Primarschule mit einer Landessprache zu beginnen und diese an der Sekundarschule lückenlos weiterzuführen, kann ich sehr gut leben. Das wäre auch mit unserer Initiative für nur eine Fremdsprache auf der Primarstufe vereinbar.
 

Rechtsdienst erachtet beide Initiativen als rechtsgültig  

Am 6. Oktober 2015 reichte die Starke Schule Baselland die beiden nichtformulierten Initiativen „Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt“ sowie „Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt“ mit 1969 respektive 2014 gültigen Unterschriften bei der Landeskanzlei ein.  

Die erste Initiative verlangt, dass an der Primarschule nur noch Französisch als erste Fremdsprache gelehrt und der Beginn von Englisch wieder zurück an die Sekundarschule verlegt wird. Mit der zweiten Initiative soll erreicht werden, dass der Kanton Baselland zum nächstmöglichen Termin aus dem Passepartout-Projekt aussteigt und hierfür die entsprechenden Verträge kündigt respektive nicht verlängert. Entsprechend soll der Kanton Baselland künftig auf die Lehrmittel Mille feuilles, Clin d’oeil und New World, welche die neue Passepartout-Sprachendidaktik umsetzen, verzichten. Wir möchten Lehrmittel, die wieder Grammatik und einen alltagstauglichen Wortschatz als zentrale Elemente des Sprachaufbaus führen.  

Gemäss dem Auftrag der Bildungsdirektion überprüfte der Rechtsdienst des Regierungsrates die Rechtsgültigkeit  der beiden Initiativen u.a. bezüglich Kompatibilität mit höherstufigem Recht und ihrer Umsetzbarkeit. Die Staatsrechtler kommen in ihrem 11-seitigen Gutachten zum Schluss, dass beide Volksinitiativen mit höherrangigem Recht vereinbar sind, die Einheit von Form und Materie erfüllen  und auch umsetzbar sind. Der Rechtsdienst bestätigt des Weiteren, dass eine Kündigung der interkantonalen Vereinbarung insofern möglich ist, als der Harmos-Konkordat selbst ebendiese Kündigungsmöglichkeit explizit vorsieht und auch übergeordnetes Bundesrecht stehe diesem Begehren nicht entgegen. Ebenso kommt der Rechtsdienst zum Entschluss, dass es im Falle einer Annahme der Initiative durchaus möglich wäre, im Bildungsgesetz den Ausstieg aus Passepartout und eine Rückkehr zum vormals praktizierten Fremdsprachenunterricht zu verankern. 

In diversen Kantonen sind ähnliche Begehren von Initiativkomitees von den Kantonsparlamenten unterschiedlich für gültig und auch ungültig erklärt worden. Der Rechtsdienst im Kanton Baselland hat jedoch klar aufgezeigt, dass diese Begehren gültig sind und kein übergeordnetes Recht verletzen.  

Bildung ist die wichtigste Ressource. Es ist deshalb wichtig und demokratisch legitim, dass die Stimmberechtigten mitentscheiden können, was aus unserem ausgezeichneten Bildungssystem gemacht werden soll.

Wir sind gar nie in Harmos eingestiegen

Leserbrief von Daniel Vuilliomenet (Sekundarlehrer), erschienen in der bz vom 01. November 2016

Eine kleine Sensation ist das – das Komitee Starke Schule BL zieht seine Initiative, die den Ausstieg des Kantons BL aus dem HarmoS-Konkordat verlangt, zurück. Die bz kommt zum Schluss, das ganze Theater sei überflüssig gewesen, denn die Initiative hätte es nie gebraucht, da die Vorgaben von HarmoS den Lehrplan 21 betreffend, nie strikt waren. Stimmt so nicht, entgegne ich. Zwar tat die D-EDK in verschiedenen Statement (u. a. auch von NR CHr. Eymann) so, als sei der LP 21 lediglich ein Kompass. Nichtsdestotrotz begann sich aber die ganze Reformmaschinerie (auch in BL) strikt danach auszurichten und sie tut es bis heute noch. So sind die künftigen Checks auf der Sekundarstufe an LP-21-konformen Sammelfächern und an Kompetenzen orientiert, obwohl das Stimmvolk - der Starken Schule sei Dank - die Sammelfächer an der Urne verworfen hat.

Wenn nun RR Monica Gschwind tatsächlich ernst macht mit dem Mustervorlagencharakter des LP 21, so ist HarmoS de facto Makulatur – das hat das Komitee Starke Schule richtig erkannt. „HarmoS ist gescheitert“ – diese Aussage stammt nicht etwa von der Starken Schule, sondern von Anita Fetz (SP BS). Deshalb steigen wir nicht aus HarmoS aus, denn wir sind noch gar nie wirklich eingestiegen: Zugausfall – nehmen wir den Bus…

weitere Leserbriefe finden Sie hier

Initiative erfolgreich eingereicht

Am 27. Oktober reichten wir die Initiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“ mit 2'602 Unterschriften. Notwendig gewesen wären 1‘500 Unterschriften.

Mit der Initiative möchten wir die von der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) gewünschte neue Unterrichtsphilosophie verhindern, welche der Lehrplan 21 propagiert. Das Kernelement dieser Unterrichtsphilosophie ist das sogenannte „Selbstorganisierte Lernen“ in Grossraum-Zimmern, in welchen bis zu 72 Schüler/-innen sich weitgehend selbst überlassen arbeiten. Wir befürchten darin einen klaren Bildungsabbau, insbesondere bei den Schüler/-innen aus den Leistungsprofilen A und E und denjenigen, die über keine überdurchschnittliche Reife und Organisationsfähigkeit verfügen.

Die Initiative verlangt, dass der neue Lehrplan Volksschule Baselland, der frühestens auf das Schuljahr 2018/19 in Kraft gesetzt wird, ausschliesslich aus Stoffinhalten und Themen besteht. Die 3‘500 teilweise diffusen und abstrakten Kompetenzbeschreibungen des Lehrplans 21 werden in einem unverbindlichen Anhang formuliert und dienen den Lehrpersonen als Hilfeleistung. Ausführliche Informationen zur Initiative finden Sie hier.

Rückzug der Harmos-Ausstiegsinitiative

Der Vorstand der Starken Schule beabsichtigt die Harmos-Ausstiegsinitiative zurückzuziehen. Während die EDK den Lehrplan 21 noch im Jahr 2014 für alle Harmos-Kantone als verbindlicher Lehrplan erklärt hat, gilt dieser heute nur noch als unverbindliche Mustervorlage, an den sich die Kantone anlehnen können. In der Ausgestaltung der eigenen Lehrpläne sind sie jedoch frei. Die Ausstiegs-Initiative, so wertvoll und wichtig sie damals war, heute ist sie faktisch irrelevant geworden. Mit der Initiative konnten wir erfolgreich unseren bildungspolitischen Handlungsspielraum erwirken. Über den definitiven Rückzug der Initiative entscheiden die Mitglieder des Initiativkomitees.

PK_2016-10-27

PK_2016-10-27_Bild2Foto z.V. gestellt: BaZ

Informationen zur Pressekonferenz vom 27.10.2016 finden Sie hier.
 

Leserbrief von David Golay, erschienen in der BaZ vom 18.10.2016

Sozialromantische Bildungspolitik schadet unseren Schulen

Zu Recht hebt Alina Isler im Artikel die herausragenden Leistungen des Komitees Starke Schule Baselland hervor. Ohne diese kleine politische Gruppierung wäre der Schaden der sozial­romantischen Bildungspolitik der vergangenen acht Jahre noch weitaus grösser. Die Kaufmännische Vorbereitungsschule (KVS) wie auch die BVS2, zwei hervorragende Bildungsangebote im Kanton, wären abgeschafft. Klassengrössen wären angehoben und der ­Unterricht in Sammelfächern mit nicht ausgebildeten Lehrkräften wäre bereits in vollem Gang. Ich glaube nicht, dass diese ­Änderungen im Sinne unserer Schüler gewesen wären. Zum Glück gibt es die Starke Schule Baselland.

 

Gastbeitrag von Alina Isler (Vorstandsmitglied Starke Schule) am 15.10.2016 in der Basler Zeitung

Frustrierte SP schwärzt Starke Schule an

Irgendwie ist es nachvollziehbar, dass SP-Fraktionspräsidentin Miriam Locher und Jungpolitiker Jan Kirchmayr frustriert sind. Ihre Bildungspolitik befindet sich in einer Sackgasse und ein Ausweg muss her, notfalls auch mit Anschwärzen und Verunglimpfen. Zu spüren bekommt das auch die Starke Schule Baselland beziehungsweise ihre Vorstandsmitglieder, die hin und wieder auf eine etwas hilflose Art schlecht­­geredet werden.

Der Vorstand der Starken Schule Baselland wird sich in seiner Arbeit dadurch nicht beeinflussen lassen. Zu erfolgreich war das Mitte-links-Komitee mit seinen stetigen Bemühungen in den vergangenen Jahren: Die unsäg­lichen Sammelfächer konnten beerdigt, die von alt Regierungsrat Urs Wüthrich angestrebte Erhöhung der maximalen Klassengrössen auf 26 Schüler/-innen pro Klasse abgewendet sowie die Ab­schaffung der Kaufmännischen Vorbereitungsschule (KVS) und der zweijährigen Berufsvorbereitenden Schule (BVS 2) verhindert werden. Der Lehrplan 21 und das Fremdsprachenprojekt Passepartout werden aufgrund des aufgebauten Drucks von Eltern und Lehrpersonen überarbeitet und an die Verhältnisse in unserem Kanton angepasst.

Der erfolgreiche Reformstopp, den Regierungsrätin Monica Gschwind in den vergangenen eineinhalb Jahren mit ihrer wohlüberlegten Strategie der «Konsenssuche» realisieren konnte, ist bemerkenswert: Statt dem Lehrplan 21 haben die Sekundarschulen einen brauchbaren Übergangslehrplan mit einer neuen, leicht angepassten Stundentafel erhalten, was zu einer starken Beruhigung an den Schulen führte. Zurzeit arbeitet die Bildungsdirektion an der Ausarbeitung des neuen Lehrplans Volksschule Baselland, der frühestens ab Mitte 2018 in Kraft gesetzt werden soll und klar definierte Stoff­inhalte und Themen enthält.

Lehrplan 21 ein Risiko

Den entsprechenden Auftrag erhielt die Bildungsdirektorin vom Landrat, der die Motion Stufen­lehrpläne mit transparentem Inhalt von Landrätin Regina Werthmüller zur Umsetzung überwies. Die 3500 abstrakten, kaum umsetzbaren Kompetenzbeschreibungen hingegen verlieren an Bedeutung. Im Gegenzug werden Stoffinhalte und Themen im neuen Lehrplan Volksschule Baselland an Wichtigkeit gewinnen.

Dass den beiden SP-Politikern dieser Reformstopp und die kooperative und gute Zusammenarbeit zwischen der Regierung und der Starken Schule sauer aufstösst, liegt auf der Hand: Die immer klarer werdende Erkenntnis, dass ihre SP-Bildungspolitik der letzten zehn Jahre gescheitert ist, schmerzt heftig. Zu gerne würden die beiden an der Bildungsideologie festhalten, die nach der Harmos-Abstimmung von der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetüftelt wurde und mit dem kompetenzorientierten Lehrplan 21 endete.

Die Mehrheit der Lehrpersonen er­achtet den Lehrplan 21 jedoch als kaum umsetzbar: Er berge für die Schüler/-innen sogar ein erhebliches Risiko und führe zu einem Bildungsabbau – so das Fazit der Pädagoginnen und Pädagogen. Dies muss die SP-Spitze zur Kenntnis nehmen, wenn sie auch in Bildungsfragen wieder ernst genommen werden möchte.

Urs Wüthrich blieb zu lange

Die SP konnte die Bildungslandschaft unter der Führung von alt Regierungsrat Urs Wüthrich während vielen Jahren nach ihrem Gutdünken formen. Mit verhängnisvollen Folgen: Frust und Demotivation breiteten sich bei den Lehrpersonen aus, die Unruhe an den Schulen wuchs und wuchs. Urs Wüthrich geriet beim Lehrpersonal zunehmend ins Abseits.

Das Fass zum Überlaufen brachten dann seine Sparvorschläge kurz vor seinem Abgang, mit denen er den Lehrpersonen scheinbar nochmals so richtig eins auswischen wollte: Mit der vorgeschlagenen Erhöhung der Pflichtstundenzahl für Fachlehrpersonen, der Streichung der Altersentlastung sowie der Reduktion des Freifachangebotes schürte er den Konflikt erneut und legte der neuen Bildungsdirektorin ein richtig dickes Ei ins Nest.

Die Parteileitung der SP Baselland hingegen hatte es verpasst, Regierungsrat Urs Wüthrich frühzeitig zum Einsehen zu bewegen – ein verhängnisvoller Fehler, der letztlich der SP den berechtigten und wichtigen Regierungsratssitz kostete. Die Bevölkerung hatte schlichtweg genug von diesen unsäglichen Bildungsreformen, die ohne Not die Schullandschaft verändern sollten. Immerhin haben wir unseren Wohlstand der guten Schulbildung unserer Gesellschaft zu verdanken. Das Urteil des Stimmvolkes war voraussehbar und klar: Ein Wechsel an der Spitze der ­Bildungsdirektion musste her.

Zunehmend zeigt sich, wie klug und wertvoll die Einsetzung der sogenannten «Marschhaltgruppe» zu Be­ginn der Amtszeit der neuen Bildungsdirektorin war. Praktisch alle wichti­- gen Bildungsgruppen (Amt für Volksschule, Präsidium der Schulleitungen, Bildungsrat, Amtliche Kantonalkonferenz, Starke Schule Baselland, Lehrerverband, VPOD und so weiter) nahmen unter Leitung der Bildungsdirektion an den Sitzungen teil. Die Lehrpersonen wurden erstmalig wirklich umfassend angehört. Sie konnten in einer breit angelegten Umfrage ihre Bedenken zu den Reformen äussern und diese wurden von der Bildungsdirektorin ernst genommen.

Bei den Lehrpersonen kehrte Ruhe ein – wissend, dass die Reformen überprüft und gestoppt werden.

Leserbriefe zu diesem Thema finden Sie hier.